Über Hufprobleme und deren Prävention
Brüchige oder rissige Hufe, schlechtes Hufwachstum oder Hufspalten – Hufprobleme gehören zu den häufigsten Herausforderungen in der Pferdehaltung. Oft sind sie ein Anzeichen für eine mangelhafte Versorgung mit wichtigen Nährstoffen oder sogar für Belastungen der Leber.
Viele Pferdebesitzer:innen denken beim Thema Hufgesundheit sofort an Biotin. Biotin ist tatsächlich wichtig – reicht alleine jedoch nicht aus. Ein hochwertiges Ergänzungsfutter zur Unterstützung gesunder Hufe sollte neben Biotin auch organische Schwefelquellen (z. B. MSM, Methionin oder Sulfate), Zink und Kalzium enthalten.
Schwefel: Schlüsselbaustein für gesunde Hufe
Damit der Huf wachsen kann, benötigt er Keratin – ein schwefelreiches Strukturprotein, das für die Festigkeit des Hufhorns entscheidend ist. Fehlt Schwefel, können Risse, brüchige Hufe oder andere Hufprobleme entstehen. Am besten verwertet der Pferdeorganismus organische Schwefelquellen wie MSM oder Methionin, da sie direkt für die Keratinbildung genutzt werden können und das Hufhorn von innen stärken.
Biotin – mehr als nur ein Vitamin
Biotin ist ein B-Vitamin mit zwei zentralen Funktionen:
Strukturelement: Durch seinen Schwefelgehalt unterstützt Biotin Haut und Horn.
Coenzym: Es hilft bei der Einlagerung von Kalzium in die Hornsubstanz.
Die optimale Tagesration liegt laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen bei rund 15 bis 30 mg Biotin. Überschüsse werden zwar als Schwefellieferant genutzt, sind dafür aber nur eingeschränkt geeignet – daher sind zusätzliche Schwefelquellen unverzichtbar.
Essentielle Nährstoffe für die Hufgesundheit
MSM (Methylsulfonylmethan): Organische Schwefelverbindung, sehr gut verwertbar für Keratinbildung. Näheres über organischen Schwefel und dessen Bedeutung für den Pferdeorganismus lesen Sie im Beitrag MSM für Pferde in unserer Kräuterfibel.
Cystein und Methionin: Schwefelhaltige Aminosäuren, wichtig für die Keratinbildung.
Zink: Zentrales Spurenelement für den Stoffwechsel; organische Verbindungen wie Zinksulfat sind deutlich effektiver als anorganische (z. B. Zinkoxid).
Kalzium: Sichert die strukturelle Bindung zwischen den inneren Hufschichten und wird mithilfe von Biotin in den Huf integriert.
Hufprobleme ganzheitlich angehen – Fütterung & Pflege
Hufschmiede und Ernährungswissenschaftler sind sich einig: Ernährung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit und Belastbarkeit der Pferdehufe. Eine gezielte Nahrungsergänzung kann Hufprobleme reduzieren und das Wachstum fördern.
Produkte wie die NAF Zusatzfutter-Serie für Hufe, Haut und Fell bieten einen umfassenden Nährstoffkomplex. Beispiele:
- Unterstützung von innen: NAF Biotin Plus enthält alle essenziellen Nährstoffe für die Hufgesundheit – abgestimmt auf aktuelle wissenschaftliche Empfehlungen. NAF ProFeet Hochdosierte Premiumvariante mit zusätzlichen Kräutern und Antioxidantien, die dabei helfen Giftstoffe auszuspülen. Es enthält unter anderem auch Mariendistel, bekannt für ihre entgiftende Wirkung. Die Pellets zeichnen sich durch eine besonders hohe Konzentration an Schwefelquellen ab. Das Fünfstern-Produkt ist jedoch auch als Pulver und flüssig erhältlich.
- NAF ProFeet Pflegeprodukte: Farrier Dressing gegen trockene Hufe, Farrier Solution für die tägliche Pflege sowie RockHard, ein Hufhärter mit reinigender Wirkung.